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Die Künstlerin Eliza Beth versteht es, normale Wahrnehmungen, wie zum Beispiel ihre typischen Aktgemälde es zeigen, die sie immer wieder mit einer ihr eigenen Hingabe malt, wie Halluzinationen aussehen zu lassen. Ihre Bilder sind Verkörperungen – also eigentlich festgehaltene Wechselwirkungen ihrer Wahrnehmung und Kognition, die sich den Betrachtern als sichtbar gewordener Ausdruck des transzendierten Verstandes, und nicht durch die Reflexion in der sinnenhaften Welt, sondern durch die Schau ihres Grundes  präsentieren. Durch die auffällige vertikale Strichdynamik mit selbsthergestellten Farb-Auftrags-Werkzeugen der Künstlerin bekommt das Kunstwerk einen bestimmten Bedeutungsinhalt. Wie das Horizontale quasi semantographisch auf das Entfernte und Gewesene hinweist, steht das Vertikale für das Werden, das Wachsen, die Veränderung im Moment, das dem künstlerischen Streben schlechthin entspricht. Das Erkennen erfolgt nicht über eine hinwegtäuschende konstruktive Darstellung, sondern über den dreidimensionalen Eindruck, der durch die Wahl der Farben, ihrer Positionen und letztendlich der bewusst eingesetzten Unterbrechungen, die nahezu unbemerkt die wahrgenommene Ganzheit bilden.   Es sind die entblößten Körper, deren von erotischen Bedürfnissen unbeeinflussbare Schönheit das Immaterielle mit dem Materiellen zu einer Einheit werden zu lassen.


Luka Anticevic, Institut für Kunst und Philosophie -Kärnten

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